Leserbrief – Antwort auf Artikel im Hamburger Abendblatt

Hamburger Abendblatt vom 19.07.2017

 

Leserbriefantwort von Dr. Daniela Kasche

„Seit fast 20 Jahren bin ich in Hamburg als Hautärztin in eigener Praxistätig. Über die Jahre haben wir alle eine deutliche Zunahme von weißem Hautkrebs, aber auch vom besonders bösartigen Hautkrebs, dem Melanom, bei unseren Patienten erleben müssen. Umsomehr freut es uns, daß wir aufgrund der Hautkrebs-Screening-Untersuchungen immer mehr frühe, zu dem Zeitpunkt noch heilbare Melanome diagnostizieren können. Dies ist uns täglich Motivation und Ansporn, und ich bin dankbar, dass ein Hamburger , Prof. Eckard Breitbart, maßgeblich an der Entwicklung des bundesweiten Screening-Programms beteiligt war (wofür er übrigens das Bundesverdienstkreuz erhalten hat), welches heute den meisten Versicherten einen Zugang zur Vorsorge bietet.

Die Diagnose „Melanom“ wird nach unserem klinischen Verdacht immer feingeweblich gesichert. Insofern ist es wissenschaftlich falsch, wenn die von Ihnen zitierte Frau Prof. Mühlhauser meint, „dass Melanome diagnostiziert werden, die sich mit großer Wahrscheinlichkeit niemals zu einem klinisch relevanten Krebs entwickelt hätten“. Die Regel ist leider das Gegenteil. Die Sinnhaftigkeit der mit relativ wenig Aufwand durchzuführenden Hautkrebsvorsorge liegt auf der Hand und hat immerhin 30 Prozent der Anspruchsberechtigten überzeugt, diese Untersuchung wahrzunehmen.“

Dr. Daniela Kasche, Hamburg

Den vollständige Artikel vom 17.07.2017, auf den sich der Leserbrief von Frau Dr. Kasche bezieht, können Sie hier nachlesen.

 

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